Nvidia Tegra4-Konsole Shield ab 350 US-Dollar erhältlich

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© Nvidia

Nvidias Tegra 4 kommt – zuerst jedoch nicht in einem Tablet oder Smartphone sondern in einer mobilen Spielekonsole. Diese entwickelte Nvidia selbst und sparte nicht mit innovativen Buzzwords. Die ersten Reaktionen auf „Shield“ jedoch sind durchwachsen.

Die mobile Spielekonsole „Shield“ schaut auf den ersten Blick aus wie ein Xbox360-Gamepad mit aufgesetztem Display. Tatsächlich befindet sich im Inneren aber weit mehr als schnöde Gamepad-Technik – Nvidia verbaut Tablet-Hardware aus Basis des bislang noch nicht erhältlichen Tegra 4 Prozessors. Shield lässt sich jetzt zumindest in den USA und Kanada zu einem Preis von 350 US-Dollar (ohne Steuern und Versand) vorbestellen, ausgeliefert werden soll Shield dann im Juni diesen Jahres. Ob und wann die Konsole auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist noch unklar.

Nvidias Tegra 4 nutzt gleich vier ARM Cortex A15-Rechenkerne, neueste Mobiltechnologie also und wahrscheinlich für Handheld-Verhältnisse sehr schnell. Den Rechenkernen zur Seite stehen 72 Shadereinheiten der Geforce-ähnlichen Grafikeinheit von Tegra 4. Damit dürfte Tegra 4 seinen A9-Quadcore-Vorgänger Tegra 3 um einige Größnordnungen schlagen. Zusätzlich befinden sich im Shield noch 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Flash. Das Display über den Gamepad-Elementen ist 5 Zoll groß und löst mit 1280 x 800 Pixeln auf. Ein Akku mit 28,8 Wattstunden soll die Konsole selbst bei Spielen bis zu 10 Stunden mit Strom versorgen – bislang gibt es allerdings nur Aussagen des Herstellers und keine unabhängigen Messungen. Eher pummelig fällt das Gewicht aus – 579 Gramm bringt Shield auf die Waage. Deutlich mehr als die PS Vita oder Nintendos 3DS.

Als Infrastruktur dient Android, Software kann wahlweise über Googles Play-Store oder Nvidias Tegra-Zone geladen werden. Einige Android-Spiele verfügen über eine Tegra-Version die mit zusätzlichen Grafikeffekten punktet. Bislang listet Nvidia 10 Spiele mit Tegra-Anpassungen: Arma Tactics, Burn Zombie Burn!, Dead Trigger 2, Grand Theft Auto: Vice City, Hamilton’s Great Adventure THD, Real Boxing, Riptide GP2, Tainted Keep, Conduit und Zombie Driver THD.

Interessanter als die schnöde Wiedergabe bereits bekannter Android-Spiele ist da schon die Streaming-Fähigkeit von Shield: Auf dem PC abgespielte Games lassen sich per Funk zum Shield streamen und dort spielen. Erforderlich sind hier allerdings ein PC mit einer Kepler-Grafikkarte (ab GTX 650, ältere GPUs werden nicht unterstützt), der das jeweilige Spiel im Vollbildmodus abspielt. Bislang läuft diese Funktion allerdings unter „Beta-Fähigkeit“, es werden zudem nur wenige Spiele wie Borderlands 2, Dishonored, Skyrim oder Batman Arkham City unterstützt. Gestartet werden diese Spiele via Steam im Big-Picture-Modus.