CeBIT 2013: AVM präsentiert Fritz!Box 7940 für Gigabit-WLAN 802.11ac

 
Höher, schneller weiter – was für Grafikkarten und eSportler gilt, kann auch bei Routern nicht verkehrt sein. So denkt nach Herstellern wie Buffalo, D-Link, Netgear und TP-Link offenbar auch AVM und präsentiert auf der CeBIT (05.03. – 09.03. Hannover) ein neues Router-Topmodell für den WLAN-Standard 802.11ac alias Gigabit-WLAN.

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Gigabit-LAN ist bereits ein alter Hut und findet sich in jedem aktuellen Mainboard – auch die Fritz!Box 7940 bietet vier dieser Anschlüsse für Computer, Konsolen und Netzwerkspeicher. Gigabit-WLAN allerdings ist eine eher neue Entwicklung und soll den aktuell stark verbreiteten Standard 802.11n langfristig ablösen. Während 802.11n wahlweise mit 5 Gigahertz und 2,4 Gigahertz arbeiten kann, ist 802.11ac auf 5 Gigahertz festgelegt. Nur dieses Frequenzband eignet sich für die Ãœbertragung von bis zu 1300 Megabit pro Sekunde wie sie die Fritz!Box 7940 bieten soll. Um die Abwärtskompatibilität zu älteren WLAN-Geräten und zum n-Standard zu gewährleisten, bietet der Router aber dennoch ein 2,4-GHz-Netz nach 802.11b/g/n und maximal 300 Megabit pro Sekunde.

Bei den 1300 Megabit maximaler Geschwindigkeit handelt es sich allerdings wie immer im WLAN-Segment um gut klingende Maximalwerte. Im Alltag sind deutlich geringere Datenraten zu erwarten – in einem eigenen Test haben wir Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde netto messen können. Das ist gegenüber den bis zu 140 Megabit pro Sekunde eines schnellen 802.11n-WLANs allerdings bereits ein spürbarer Geschwindigkeitsvorteil – wenngleich er sich nur im heimischen Netzwerk bemerkbar macht, da es an entsprechend flotten Internetzugängen mangelt. Ãœbrigens. Die Reichweite von 802.11ac ist gegenüber älteren 2,4-GHz-Netzen nicht besser geworden sondern eher noch etwas gesunken. Dafür sind die Datenraten auch bei längeren Verbindungsstrecken höher als bei den Vorgängerstandards.

Zudem ist 802.11ac noch nicht vollständig zertifiziert, dieser Schritt soll erst gegen Ende des Jahres folgen. Bis dahin nutzen Hersteller wie AVM einen „draft-Standard“, einen vorläufigen Entwurf von 802.11ac also. Dieser soll bereits so arbeiten wie der zu zertifizierende finale Standard. Bereits bei der Einführung von 802.11n gab es lange Zeit nur „draft-n“-Geräte zu erwerben. Einen Nachteil muss das nicht darstellen, kleine Änderungen wie sie zu erwarten sind können die Hersteller per Firmwareupdate nachreichen.

Die Fritz!Box 7940 beeindruckt aber nicht nur mit hohen WLAN-Datenraten sondern auch mit einer reichhaltigen Ausstattung. AVM verbaut neben dem modernen WLAN und vier Gigabit-LAN-Ports auch ein DSL/VDSL-Modem mitsamt Support für die Vectoring-Technik der Telekom. Um Datenträger und Drucker ins Netzwerk einbinden zu können sind gleich zwei USB-Ports vorhanden. Diese entsprechen zudem USB 3.0 und nicht mehr USB 2.0 wie bei den älteren AVM-Routern. Einen Vorteil bietet USB 3.0 aber nicht – die Datenrate von per USB angeschlossenen Speichern wird prinzipiell eher durch den Prozessor im Router als durch den USB-Port begrenzt.

Ebenfalls vorhanden ist eine Telefonanlage für analoge und ISDN-Telefone sowie für IP-Telefonie. DECT-Mobilteile lassen sich mit der integrierten DECT-Basis verbinden, so dass die Fritz!Box die Arbeit einer Telefonbasis für bis zu sechs Mobilteile übernehmen kann. Zudem lässt sich die Telefonie auch auf ein per App verbundenes Smartphone weiterleiten.

Details auf einen Blick:

  • Gigabit-WLAN bis zu 1300 Megabit
  • WLAN Standart 802.11ac
  • Gleiche Reichweite wie 802.11n-WLAN
  • DSL/VDSL-Modem
  • USB 3.0
  • Telefonanlage für analoge, SDN-Telefone, IP-Telefonie
  • Bis zu 6 Telefone anschließbar

Die AVM Fritz!Box 7940 soll gegen Ende des Jahres erscheinen. Einen Preis nannte AVM bislang noch nicht.