Gaming-Tablet mit Intel-CPU: Razer Fiona wird zum Razer Edge

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Razer Edge Tablet || Razer Fiona Gamingtablet
 
Gaming und Tablets? Wir mussten dabei zuerst an unsere durchwachsenen Erfahrungen mit dem Archos GamePad denken. Doch Razer geht mit dem ehemals als „Project Fiona“ bekannten Gaming-Tablet Razor Edge einen komplett anderen Weg.

Während das Archos GamePad möglichst günstig angeboten werden sollte, setzt Razer auf Highend und Leistung. Das voluminöse Tablet nutzt einen 10,1 Zoll großn Touchbildschirm mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixel. Die Besonderheit im Inneren: Es kommt ein Intel Core i5 aus der Mobil-Baureihe zum Einsatz. Für die Grafik sorgt je nach Modell Intels HD4000-GPU im Prozessor oder Nvidias Geforce GT 640M LE. Diese nutzt die aktuelle Kepler-Architektur und kann auf die Leistung von 384 Shadereinheiten zurückgreifen. Razer verbaut zudem zwei Gigabyte DDR3-Speicher für den Grafikchip. Als Massenspeicher steht je nach Modell eine SSD mit 128 oder 256 Gigabyte zur Verfügung, der Arbeitsspeicher ist 8 Gigabyte groß.

Damit würde das Edge zwar nicht als Gaming-Notebook durchgehen, schlägt aber in Punkto Leistung so ziemlich jedes andere aktuelle Tablet um Längen – vor allem in Sachen 3D-Performance. Als Betriebssystem kommt das gut für Touchscreens optimierte Windows 8 zum Einsatz, so dass auch die Bedienung kein Problem darstellen dürfte.

Razer konzipiert das Edge als Gaming-Tablet. Entsprechend gibt es eine Halterung, die seitlich am Tablet Game-Controller hinzufügt – und praktischerweise die Hände etwas aus der Reichweite des Lüfterauslasses des Tablet-Kühlsystems bringt. Die Gaming-Halterung enthält zudem einen Akku, die ansonsten eher bescheidene Laufzeit des Edge etwas aufbessern soll. Bei Spielen mit der Nvidia-GPU kommt das Tablet auf kaum mehr als zwei Stunden Laufzeit, eher weniger. Ein Leichtgewicht ist das Edge ebenfalls nicht, es soll knapp unter einem Kilogramm wiegen und zudem 20 Millimeter dick sein.

Angesichts der technischen Daten dürfte niemand auf ein Schnäppchen hoffen. Zu recht: Razer verlangt für das mit einem 1,9 Gigahertz schnellen Core i7 (Turbo: bis 3 Gigahertz, zwei Rechenkerne) 1300 US-Dollar. Für 1000 Dollar gibt es das abgespeckte Modell mit i5-CPU, 64 Gbyte kleiner SSD und 4 Gigabyte RAM – und ohne Nvidia-GPU, was für die Nutzung als Gaming-Gerät eher ungünstig ist.

Auch das Zubehör hat durchaus gesalzene Preise. Das Controller-Dock kostet 250 US-Dollar zusätzlich, eine Dockingstation mit HDMI-Port und weiteren USB-Anschlüssen liegt bei 100 US-Dollar und ein Keyboard-Dock wird für 200 US-Dollar angeboten. Dieses enthält aber ebenfalls einen Akku und macht aus dem Edge ein vollwertiges Notebook.