Kaum zu Glauben: Kein Breitband-Internet? Microsoft rät zur Xbox 360

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© Microsoft

Die im Herbst erscheinende Next-Gen-Konsole Xbox One wird eine regelmäßige Internetverbindung voraussetzen um zu funktionieren. DRM und Cloud-Funktionen erfordern gleich mehrere Megabit pro Sekunde an Bandbreite – nicht für jeden Nutzer ist das so einfach realisierbar. Sei es dass der Gamer eine LTE-Verbindung mit Volumenbeschränkung nutzen muss, sei es, dass einfach kein schnelles Internet vorhanden ist: Die Xbox One fällt in diesem Falle flach.

Microsoft hingegen zuckt angesichts dieser Probleme nur die Schultern. Kein Internet? Unvorstellbar für das US-Unternehmen. Don Mattrick, CEO der „Interactive Entertainment“-Sparte bei Microsoft sieht es pragmatisch: Wer kein schnelles Internet nutzen kann soll sich gefälligst die Xbox 360 kaufen. Diese läuft auch offline und wäre für derart rückständige Spieler genau die richtige Wahl.

Passend dazu stellte Microsoft auf der E3 eine neue 360 vor, eine Super-Slim-Version im Look der Xbox One. Diese soll nicht mehr können als die alten Slim-360, dafür aber mehr kosten – zumindest wenn man von aktuellen Sonderaktionen diverser Elektronikmärkte ausgeht. Microsoft gibt eine UVP von 299 US-Dollar für die neue 360 an, inklusive 500 Gigabyte Festplattenspeicher. Die 4-GB-Flash-Version soll für 199 US-Dollar angeboten werden. Im MediaMarkt gab es jüngst eine 250-Gigabyte-360 inklusive Spielebundle für gerade einmal 135 Euro..

Warum sich Spieler nach den durchaus arroganten Reaktionen Microsofts überhaupt für eine Xbox entscheiden sollte ist allerdings noch unklar – die Playstation 4 bietet bessere technische Daten, eine entspannte DRM- und Internet-Politik und dazu noch einen um 100 Euro niedrigeren Preis als die Xbone.