Arbeitsspeicher – Aufrüsten! – Aber richtig!

TL-Ram
Angesichts der schon seit geraumer Zeit recht niedrigen RAM-Preise mutet es seltsam an, dass noch immer einige Gaming-PCs mit nur 2 Gigabyte RAM ausgestattet sind. Für viele aktuelle Games sollten es schon 4 Gigabyte, teilweise besser 8 Gigabyte sein. Ein wenig werden die niedrigen Speicherpreise noch anhalten, berichtet zumindest die Speicherbörse DRAMeXchange in einer Pressemitteilung.

So sind vor allem Speichermodule mit einer Kapazität von 4 Gigabyte (DDR3, älterer RAM ist teilweise deutlich teurer) vom stetigen Preisverfall betroffen. So liegt der Preis eines 4-Gigabyte-Moduls des Standards DDR3-1600 bei nur knapp mehr als 3 Euro pro Gigabyte. Auch schnellere Speichermodule, DDR3-1866 und DDR-2133, kosten je nach Modell weniger als 5 Euro pro Gigabyte. Von diesen Speichertypen profitiert beispielsweise AMDs Trinity-APU besonders stark, da hier die GPU und die CPU den Speicher gemeinsam nutzen müssen. Bei einem RAM-Neukauf darf es daher schon gerne einmal DDR3-1866 sein, da auch Intels Ivy Bridge mit diesen Modulen zurechtkommt.

Der niedrige Speicherpreis stammt noch immer von Ãœberkapazitäten bei den Speicherproduzenten. Im Rahmen der Einführung von Windows 8 hatte man sich offenbar größre Nachfragen beim Arbeitsspeicher versprochen – Nachfragen, die nicht eingetroffen sind. Generell sinken die Marktanteile des klassischen PCs, so dass auch größre Unternehmen weniger RAM einkaufen.

Vier, acht oder gleich 16 Gigabyte? Die alte Regel „RAM kann man nie genug haben“ gilt mittlerweile nur noch bedingt. Für mehr als vier Gigabyte ist beispielsweise ein 64-Bit-Betriebssystem nötig um die gesamte Speichermenge ansprechen zu können. Einige Spiele wie Battlefield 3 profitieren tatsächlich von einer Bestückung mit acht Gigabyte RAM, auch höhere Speichergeschwindigkeiten können sich im Einzelfall positiv auswirken. 16 Gigabyte und mehr lohnen sich indes nur für Anwender mit Fokus auf professioneller Software im Videoschnitt- und Bildbearbeitungsbereich. Privatnutzer können von 16 Gigabyte RAM aber zumindest indirekt auch profitieren: So lassen sich in ungenutzten RAM-Bereichen RAM-Disks anlegen, die fortan die Auslagerungsdatei, temporäre Dateien und andere Daten aufnehmen können. Bei Mainboards von ASRock liegt eine entsprechende Software bei (ASRock Xfast RAM), ansonsten bietet AMD ebenfalls seit kurzem ein entsprechendes Programm zur kostenlosen Nutzung (AMD RAMDisk). Diese Software kann allerdings nur maximal vier Gigabyte RAM zu einem virtuellen Laufwerk umwandeln, soll mehr RAM genutzt werden, muss eine kostenpflichtige Version der Software erworben werden.

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