AMD beschleunigt mit Richland APUs

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Die Accelerated Processing Units, kurz APUs, aus dem Hause AMD entwickeln sich mehr und mehr zu ernsthaften Konkurrenten für Intels preisliche Mittelklasse Core i3. Mit Richland beschleunigt AMD die Grafikleistung und schraubt den Energiebedarf nach unten.

Die Bulldozer-Architektur erntete bei Erscheinen Spott und Häme – zu heiß, zu langsam, zu stromhungrig waren die ersten FX-Prozessoren von AMD. Mit der überarbeiteten Fassung namens Piledriver konnte AMD bereits den Energiehunger senken und die Leistung ein wenig erhöhen. Eben diese Piledriver-Kerne kommen in den Richland-APUs zum Einsatz.

Die Vorgängermodelle mit dem Codenamen Trinity kann Richland durchgehend abhängen, die Leistung liegt im Schnitt allerdings nur wenige Prozente über der eines gleich schnell getakteten Trinity. Allerdings hebt AMD bei Richland die Taktraten an, so dass der Leistungssprung beim Topmodell A10-6800K etwas höher ausfällt.

Besser hingegen schneidet das 65-Watt-Modell A10-6700 ab. Dieser Prozessor taktet so schnell wie das ehemalige Topmodell der Trinity-Baureihe, legt aber bei der GPU ein paar Megahertz drauf. Und vor allem: Der A10-6700 benötigt nur 65 Watt anstelle der 100 Watt des Vorgängermodells. Die Leistung fällt etwas höher aus als beim A10-5800. Und auch wenn mit FM2 der gleiche Sockel genutzt wird, zum Aufrüsten eines A10-5800K eignet sich der A10-6700 aufgrund der nur wenig gestiegenen Performance nicht. Bei einem Neukauf sollte jedoch kein Trinity mehr gewählt werden.

Richland eignet sich für flotte HTPCs, mit denen ab und an auch gespielt werden soll. Die VLIW4-Grafikeinheiten verfügen bei den schnelleren APUs über 384 mit 844 Megahertz getaktete Shadereinheiten – keine Meisterleistung, für anspruchslosere Spiele aber ausreichend. Intels Haswell-GPU HD4600 schlägt Richland problemlos, mit der schnelleren Iris Pro wird es wohl auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinauslaufen. Dabei punktet AMD aber mit Flexibilität: Intels „R“-Prozessoren mit schneller Iris Pro-Grafik erscheint nur fest verlötet auf speziellen Mainboards.

Einen richtigen Sprung wird AMDs APU-Serie indes erst mit dem Erscheinen von Kaveri machen. Kaveri benötigt mit AM2+ zwar einen neuen Sockel, setzt dafür aber auf Steamroller-Kerne und die moderne GCN-Grafik, wie sie im Desktop-Segment bereits üblich ist. Richland ist damit bestenfalls ein Lückenfüller bis zum Release von Kaveri.