Kampfkoloss oder Gaming-PC? Asus ROG Tytan CG8890 vorgestellt

Allgemein gilt im PC-Bereich der Trend zu immer leiseren und energiesparenderen Computern. Dem entgegen tritt Asus mit dem ROG Tytan CG8890, einem Gaming-Boliden mit voluminösen Außnmaßn und einigen technischen Spielereien.

ROG steht bei Asus für „Republic of Gamers“ und damit für die hauseigene Gaming-Serie mit Luxus-Anspruch. Der Asus ROG Tytan CG8890 treibt das Konzept auf die Spitze und vereinigt teuerste Hardware mit einem extravaganten Kühlsystem in einem ungewöhnlichen Gehäuse. Der Preis von knapp 5000 Euro dürfte indes den einen oder anderen potentiellen Käufer abschrecken.

Asus setzt ausschließlich auf teure und flotte Hardware. So kommt als CPU ein Intel Core i7-3960X zum Einsatz – ein Sechskernprozessor der Extreme-Edition mit einem Standardtakt von 3,3 Gigahertz und einem Turbotakt von bis zu 3,9 Gigahertz. Alleine in die CPU investiert man bei Asus also schon gute 900 Euro. Das Innenleben dieses Prozessors basiert allerdings noch nicht auf der aktuellen Ivy-Bridge-Technologie sondern auf den älteren Sandy Bridge.
 
Asus-ROG-Tytan
 
Der Prozessor steckt auf einem LGA2011-Board von Asus, dem Rampage IV Formula. Insgesamt 16 Gigabyte Arbeitsspeicher stehen der CPU zur Seite – eine fast schon geizige Ausstattung angesichts des Preises des Tytan CG8890. Für die Grafik sorgt hingegen wieder ein teures Luxusmodell: Die Dual-GPU-Grafikkarte Geforce GTX 690 von Nvidia bringt kompromisslose Performance auf den Monitor. Gespeichert werden Spiele und andere Daten auf einer Festplatte mit 3 Terabyte Kapazität (7200 U/min), das Betriebssystem und wichtige Anwendungen finden auf zwei SSDs Platz. Diese verfügen über jeweils 128 Gigabyte Kapazität und sind via RAID 0 miteinander verbunden.

Um dem solventen Käufer nicht den Klang einer Onboard-Soundlösung zuzumuten, verbaut Asus zudem eine Soundkarte. Wie zu erwarten war handelt es sich dabei ebenfalls um ein Modell aus eigenem Hause: Eine Asus Xonar DX sorgt für guten Klang und umgeht die Probleme mit den Treibern von Creatives X-Fi-Aushängeschild. Die Front des ausladend großn Towers ist mit je zwei USB 3.0 und USB 2.0 Ports versehen, zudem finden sich hier Audioanschlüsse und ein Cardreader.

Besonderes Augenmerk richtete Asus allerdings auf das Kühlsystem. So gibt der Prozessor seine Energieaufnahme von bis zu 130 Watt an eine integrierte Wasserkühlung ab. Asus integriert allerdings zusätzlich eine Ãœbertaktung, die den Prozessor in drei Stufen auf 3.8, 4,0 und 4,2 Gigahertz beschleunigen kann. Wird der OC-Modus aktiviert, verwandelt sich zudem das Gehäuse: Abdeckungen an der Seite und im Deckel des Towers fahren heraus und offenbaren zahlreiche zusätzliche Lüfter, die für frische Luft im Tower sorgen. So sieht der Tytan CG8890 wahlweise aus wie ein kampfbereites Wildtier, ein Transformer oder eine raketentragende Waffenplattform. Nur wie ein PC mutet der Rechner nicht mehr so recht an.