A New Dawn – Nvidias Techdemo-Elfe ist zurück

 
Mit Dawn, einer schnuckeligen und hübsch animierten Elfe, präsentierte Nvidia 2002 die Fähigkeiten der damals aktuellen Grafikkartengeneration. A New Dawn setzt auf noch beeindruckendere Grafikspielereien und reizt fast 10 Jahre später sogar die Fähigkeiten einer sündhaft teuren GTX 690 aus. Entsprechend hoch fallen auch die Anforderungen an den idealen „A New Dawn PC“ aus : Zwei GTX 670 sowie ein DualCore-Prozessor mit mindestens 2,5 Gigahertz Takt und 4 GB RAM sowie Windows Vista oder Windows 7 sollten es mindestens sein. Mit einer GTX 680 soll die Demo tatsächlich bereits etwas ruckeln.
 

Techdemos haben bei den GPU-Herstellern eine lange Tradition. Bereits 1999 bewarb Nvidia die damals revolutionäre Geforce 256 und ihre seinerzeit beeindruckenden T&L-Funktionen mit einem animierten Porsche Boxter und einem detailreich dargestellten Feuerwehr-Truck. Ein Jahr später regneten zahllose Nvidia-Logos auf ein 3D-Schloss nieder um die Fähigkeiten der Geforce 2 zu präsentieren. Recht niedlich waren hingegen die Toy Soldiers der gleichnamigen Geforce-2-Demo.

 

nvidia-chameleon

Vielen GPU-Veteranen dürfte das 2001 veröffentlichte Chameleon im Gedächnis geblieben sein – diese Demos zeigte die Fähigkeiten der neu eingeführten Pixel Shader der Geforce 3 im Jahr 2001. Auch der 3D-Wahrsager Zoltar sollte zeigen, was sich mit den Geforce-3-Pixelshadern so alles anstellen ließ.

 

nvidia-techdemo-2002-Wolfman

Mit der Geforce 4MX wagte Nvidia einen oft kritisierten technischen Rückschritt – anstelle der zukunftsweisenden Shader-Architektur beherrschte die preiswerte 4MX wieder nur T&L und befand sich damit auf dem technischen Niveau der Geforce 2. Entsprechend wenig beeindruckend fiel die 2002er-Demo „Bugs“ aus, zeigte sie doch nur T&L-Fähigkeiten wie sie bereits seit Jahren üblich waren. Netter waren da schon die Pixel-Shader-Demos zur deutlich moderneren Geforce 4 Ti – Inferno beispielsweise ließ einen Berg effektvoll explodieren. Ahoooooouuuuu hieß es hingegen beim Wolfman, einer weiteren Shaderdemo für die Geforce 4 Ti.

 

nvidia-dawn-2003

Im Jahr 2003 litt Nvidia Ruf mit dem Release der Geforce FX, in Fachkreisen auch „Fön“ genannt. Das neonfarbene Lüftungssystem der Karte gilt auch heute noch als unsäglich, die Leistung der FX enttäuschte im Vergleich zu AMDs Radeon-Konkurrenz. Aus der FX-Ära blieb aber dennoch etwas im kollektiven Gamer-Gedächnis: Nvidias süsse Elfe Dawn. Ob das nun an den tollen Transparenzeffekten ihrer Flügel lag oder an den per Nude-Patch hinzugeschummelten Transparenzeffekten ihrer Blätter-Bekleidung bleibt ein Rätsel des Jahres 2003. Etwas später fand dann auch noch Dawns dunke Schwester Dusk den Weg auf die Bildschirme der hörsturz-geplagten FX-Nutzer.

 

nvidia-Nalu-2006

Hübsche Mädels bringen Aufmerksamkeit, das wusste man bei Nvidia nun also. Ein Jahr später erschien dann mit dem Release der Geforce 6 Nalu, eine Meerjungfrau mit beeindruckend wallenden Haaren. Die Geforce 7 wurde im Jahr 2005 von Luna begleitet, einer etwas verschlossen wirkenden Dame mit Präferenz für Shadereffekte. Beliebter war damals tatsächlich ein beleibter Herr namens Mad Mod Mike, der den Geforce-7-Nutzern die Möglichkeiten des Shader-Model-3 näherbrachte und AMD-Nutzer verzweifelt wimmern ließ – AMDs x800-Reihe beherrschte seinerzeit nur die älteren 2er-Shader.

 

nvidia-techdemo-Addriane

Die Geforce 8, einer der größten Erfolge Nvidias, wurde 2006 von Adrianne vorgestellt. Das hübsche Gesicht der mit vielen 3er-Shadern spielenden Dame war einem real existierenden Model entliehen. Wer sich sattgesehen hatte, konnte Froggy mit spitzem Finger am Körper zupfen – der arme Frosch verformte sich entsprechend und ließ die Geforce 8 schuften.

 

nvidia 2008 Medusa

Anfangs verführerisch, später Monster – das werden viele über ihre Ex-Freundin sagen können. Medusa war im Jahr 2008 ein solcher Fall und zeigte mit sehr beeindruckenden Effekten die Fähigkeiten der GT200-Serie. 2009 konzentrierte Nvidia sich stärker auf die GPGPU-Fähigkeiten der neuen Grafikkarten und zeigte eine Serie von GPU-Raytracing-Demos sowie diverse Physik-Spielereien. Auf der CeBit 2010 düste dann wieder eine 3D-Figur über die Demorechner – auch wenn von Fermi aka GF100 noch nichts öffentliches zu sehen war, Supersonic Sled durfte mit seinem Raktenantrieb über einen Canyon geschubst werden. Die „Endless City“ zeigte hingegen die Tesselation-Fähigkeiten der GTX 580 und präsentierte ein sehr detailreich gestaltetes Sci-Fi-Szenario.

 

Nun, im Jahr 2012, erscheint mit A New Dawn erneut eine Elfe – niedlich und sexy gewinnt dann doch meist über Aliens und Autos.

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Bildquellen:

www.gamestar.de
www.computerbase.de
www.chip.de
www.nvidia.com
www.rage3d.com
www.pauldebevec.com