AMD im Zeitplan: HD 9000 an Boardpartner ausgeliefert

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Sieht man einmal von Nvidias beeindruckend schneller Titan ab hat sich in den letzten Monaten nur wenig getan auf dem Grafikkartenmarkt. Das soll sich im Herbst ändern: AMD plant eine neue Grafikkartenserie namens Radeon HD 9000 auf Basis der neuen GCN2-Architektur. Diese kommt übrigens auch in Microsofts Xbox One und Sonys Playstation 4 zum Einsatz und soll dort für Performance sorgen.

Dass AMD gut im Zeitplan liegt, zeigt sich an aktuellen Berichten aus Zuliefererkreisen. So haben offenbar erste Boardpartner von AMD Testsamples mit Radeon HD 9000 GPUs erhalten. Diese werden nun validiert und überarbeitet, einige Hersteller werden ihre eigenen Boardlayouts fertigen. Und AMD wird sich auf ein Kühlsystem einigen müssen. Aktuell werden offenbar sieben verschiedene Kartenmodelle mit unterschiedlichen Lüftern verschickt, am Ende soll das beste Kühlsystem als Referenzmodell genutzt werden.

Die Kühlung war bei den letzten Karten AMDs Crux: Die Referenzkarten litten unter einer hohen Last-Lautstärke und auch wenn Herstellerkarten mit effektiven und lesen Kühlsystemen ausgestattet wurden, die Mär von den lauten AMD-Karten blieb in den Köpfen der Käufer. Die Entwicklung der aktuellen Kühlsysteme wird offenbar von Sapphire vorgenommen – sicherlich keine schlechte Wahl, betrachtet man die VaporX-Kühler des Herstellers.

Aktuell soll die Testsamples über ein PCB mit 12 Layern verfügen – selbst für Highendmodelle wäre das eine recht aufwändig und teuer zu produzierende Platine. Es ist also wahrscheinlich, dass sich die Komplexität noch etwas reduzieren wird, 10 Layer sind realistisch für das finale Produkte. Wie es allerdings mit der Leistung der GCN2-Karten aussieht ist noch nicht bekannt. Die Namensgebung „HD 9000“ lässt jedoch Erinnerungen an die grandiosen Karten Radeon 9700 und 9800 (Pro) zu Beginn der DX9-Ära zu. Seinerseits konnte AMD Nvidias unglücklich gestartete 5800 problemlos ausstechen und sich in die Herzen der Gamer spielen. Das änderte sich erst mit den technisch etwas rückschrittig wirkenden X800-Karten – während Nvidia mit der 6000er-Serie dazulernte und mit dem Shadermodel 3.0 auch eine gut sichtbare Verbesserung integriete, setzte AMD einzig auf etwas mehr Performance und verlor so schnell wieder die Gunst der Gamer.