Nvidia lässt Volta auf Maxwell folgen

nvidia-logoNeue Informationen über kommende Grafikchips gibt Nvidia auf der aktuell in San Jose in Kalifornien bekannt. Nvidia-Fans und generell Freunde interessanter Entwicklungen auf dem GPU-Markt schauen daher gebannt in die USA – so wie wir natürlich auch.

Wie eine aktuelle Roadmap von Nvidia andeutet, bleibt das Unternehmen weiter bei einem zweijährigen Produktzyklus um GPU-Bereich. So mussten Grafikfetischisten zwei lange Jahre auf einen Wechsel von Fermi zu Kepler warten und müssen sich noch bis zum kommenden Jahr gedulden um mit Maxwell den Kepler-Nachfolger in Augenschein nehmen zu können. Immerhin: Mit der Titan erschien erst vor kurzem das Kepler-Spitzenmodell, so dass das Jahr 2013 nicht komplett langweilig verstreichen muss.

Maxwell soll laut Nvidia als größte Neuerung auf Unified Virtual Memory setzen, einen vereinten virtuellen Adressraum, der vor allem im GPGPU-Bereich für Leistung sorgen soll. Entgegen früherer Gerüchte wird Kepler zumindest im Desktop-Bereich weiterhin als reine GPU erscheinen und nicht zusammen mit einem ARM-Prozessor als ARM-APU angeboten werden. Diese Kombination plant Nvidia zumindest für Maxwell ausschließlich im Mobil-Bereich.

Im Jahr 2016 soll dann mit Volta der Nachfolgechip zu Maxwell auf den Markt gelangen und einige interessante technische Neuerungen mit sich bringen. So plant Nvidia den Einsatz von stacked DRAM direkt auf dem GPU-Package. Fachchinesisch für: Es wird ein extrem schneller Speicher direkt unter den Chip der GPU gebaut um so die Signalwege des Speichers massiv zu verkürzen. Das führt im Gegenzug zu sehr hohen Speichertransfer-Geschwindigkeiten bis bis zu 1 Terabyte pro Sekunde. Zum Vergleich: Die GTX Titan, ihrerseits die aktuell schnellste Single-GPU-Grafikkarte, kommt auf einen Wert von 288 Gigabyte pro Sekunde. Die schnelle Speicheranbindung soll für massive Geschwindigkeitsvorteile sowohl bei GPGPU-Anwendungen als auch im Gamer-Alltag sorgen. Zudem will Nvidia bei Volta erstmals sogenannte FinFET-Transistoren einsetzen – diese 3D-Transistoren ermöglichen schon bei Intels Ivy Bridge einen sehr energieeffizienten Betrieb und verhindern störende Leckströme.