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Nie wieder Speischerplatzprobleme! Quarzglas-Datenträger – 360 Terabyte in DVD-Größe

 
Die digitale Distribution nagt am Erfolg der optischen Datenträger. Seit Mitte der 1990er Jahre CD-Laufwerke in die PCs Einzug erhalten haben (oft einzig für das einst grandiose Rebel Assault angeschafft), feierten die optischen Datenträger immer neue Erfolge. Zwischenzeitlich wurden alle Computer mit CD oder DVD-Laufwerken ausgeliefert. Und heute?
 
logoDie Blu-ray hat es auch viele Jahre nach ihrer Einführung nicht in die Mehrheit der Computer geschafft, die Marktdurchdringung liegt Analysten zufolge bei maximal 43 Prozent. Spielezeitschriften mit BD-Rom? Fehlanzeige. Dafür finden sich Steam-Codes in den Heften, selbst Downloaden wird Pflicht – arme Landbevölkerung ohne ungedrosselt schnelles Internet.

Doch die Forschung gibt nicht auf und sucht weiter nach noch größren Datenspeichern. Weniger für die Gamerszene sondern eher für Backups wichtiger Dateien. Nun liegen die Hoffnungen auf Quarzglas als Datenträger. Der Vorteil: Es ist robust, kann Temperaturen von 1000 Grad Celsius vertragen, ist wasserdicht und unanfällig gegen Feuer.

Mittels eines Femtosekundenlasers, der nur sehr kurze Lichtimpulse aussendet, konnte immerhin eine kleine Testdatei auf einen Probe-Datenträger gebrannt werden. Ausgelesen werden können die Daten mittels optischer Mikroskoptechnik, die einzelnen Datenpunkte sind nur wenige Mikrometer klein.

Die Forscher schätzen, dass sich so bis zu 360 Terabyte pro Medium unterbringen lassen. Zudem soll die Haltbarkeit extrem hoch sein – bis zu mehreren Millionen Jahren prognostizieren die Forscher. Dennoch gibt es noch Probleme, die Technik ist noch nicht ausgereift, dafür aber sehr teuer und vergleichsweise langsam. 360 Terabyte sind schön und gut, es wird nur unpraktisch, wenn man dafür mehrere Monate schreiben müsste.

Für Spiele wird die neue Datentechnik wohl eher nicht in Frage kommen, selbst wenn sie irgendwann kommerziell verfügbar ist. Hier wird der Weg weiter zur digitalen Verbreitung gehen – mittlerweile finden sich immer mehr Notebooks und sogar Desktop-PCs in die nicht einmal mehr ein DVD-Laufwerk eingebaut ist.