Razer Kraken 7.1 Headset im Gamertec Test !

 

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Auf der Gamescom hat Razer sein neues Kraken 7.1 Headset vorgestellt. Wir haben uns damals natürlich etwas gewundert, wieso Razer ein neues Headset rausbringt, welches leicht als Zwillingsbruder des bereits etablierten Kraken Pro Headsets durchgehen könnte. Wir wollten natürlich sofort ein Test-Exemplar, um das Kraken 7.1 auf Herz und Nieren zu prüfen.

Also legen wir Los!

Hands on Kraken 7.1 !

Beim öffnen der Verpackung kommt erstmal richtig Razerfeeling auf. Ganz im alten beliebten Stil, schwarz auf Razergrün, wird uns der Razerspirit näher gebracht.
 

razer-kraken7-1-verpackung

 
Technische Details

Allgemein:

  • Advanced 7.1 virtual Surround Sound Engine
  • Verbessertes digitales Mikro
  • Komfortables Design
  • Razer Synapse 2.0
  • Umschließnde Ohrmuscheln
  • Faltbare Ohrmuscheln für leichteren Transport


Kopfhörer:

  • 40mm neodymium Magnete
  • Frequenzbereich: 20Hz – 20kHz
  • Impedanz: 32 Ω
  • Empfindlichkeit @ 1kHz: 112dB
  • Ausgang Power: 30mW
  • Anschluss: Gold platinierter USB
  • Kabellänge: 2m ummanteltes USB Kabel
  • Gewicht ca.: 340g

Mikrofon

  • Frequency response: 100Hz -12kHz
  • Sensitivity @ 1kHz: -40dB ± 4dB
  • Signal-to-noise ratio: 63 dB
  • Pick-up pattern: Omnidirectional

 

Look and Feel

Das Kraken 7.1 ist sehr hochwertig designed, die Ohrmuscheln sind angenehm weich gepolstert und wie der Bügel in Kunstleder gefasst, beweglich und passen sich jeder Kopfform an. Im Gesamten ist das Gamingheadset sehr robust gestaltet worden, man muss es nicht mit Sammthandschuhen anfassen. Die Ohrmuscheln umschließn das Ohr komplett und schirmen sehr gut von der Umgebung ab, dazu fühlt sich das Kraken 7.1 sehr angenehm und leicht an. Ein weiteres Highlight ist das Razerlogo, dass an der Rückseite jeder Ohrmuschel im Razergrün leuchtet.
 

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max-2Max 2 Cents: Ich persönlich finde es immer sehr cool, wenn ein Headset mit dezenten Lichteffekten glänzt. Das Verleiht dem Ganzen irgendwie einen edlen und professionellen Look.
 
 
 

 

Last but not Least das Mikrofon. Es kann herausgezogen und eingefahren werden und ist genauso wie die Ohrmuscheln dezent grün beleuchtet. Zusätzlich befindet sich direkt am Ende ein Schalter zum Ein- und Ausschalten. Die Möglichkeit das Mikro direkt am Gerät zu Muten ist natürlich wichtig und bereits bei allen Pro-Gaming-Headsets Standard. Den schalter aber direkt am Mikrofo selbst anzubringen ist nicht wirklich ideal. Meistens ertastet man kurz den Schalter und drückt dann drauf, man schaut nicht wo er ist. Wenn man jedes Mal am Mikro rumfummelt bevor es gemutet wird, kann man seinen Teamspeak Kollegen damit sicher ganz schön auf den Wecker gehen. Ein Schalter irgendwo am Ohrmuschelgehäuse oder am Kabel ist da schon etwas effektiver.

 

razer-kraken7-1-mikro-eingefahren razer-kraken7-1-seitenansicht razer-kraken7-1-mikrofon

 

Razer stuft das Kraken 7.1 ja als „Expert“ Gamingheadset ein und es macht auch wirklich einen professionellen Eindruck. Im Gamingtest schauen wir wie lange man den Kraken auf seinem Kopf ertragen kann.
 

Installation und Software

Die Inbetriebnahme ist Dank Plug & Play sehr einfach, einfach einstecken und loslegen. Als reines USB Headset bietet das Kraken 7.1 gleich nachdem es erkannt wurde fast alle Funktionen, wie Stereo Sound und Mikrofon.

 

rezer-kraken-7-1-konfiguration rezer-kraken-7-1-mikrofon-einstellungen
rezer-kraken-7-1-beleuchtung rezer-kraken-7-1-audio-einstellungen

 

Das Kraken 7.1 ist ein Headset mit virtuellem 7.1 Sound, es simuliert den Raumklang. Um also den bestmöglichen 7.1 Sound zu bekommen muss man erst Razers Konfigurationssoftware Synapse 2.0 installieren, welches dann noch mit weiteren Einstellungsmöglichkeiten aufwartet. Wenn man das Synapse 2.0 bereits eingeschaltet hat, erkennt es das Kraken 7.1 von allein. Die Einstellungsmöglichkeiten für das Kraken reichen vom Konfigurieren der einzelnen Soundkanäle über die Bässe bis hin zur Stimmenwiedergabe, also eigentlich alles was man sich an Customisation wünschen kann.

Gaming Test!

Probieren geht über alles! Im Gamingtest schauen wir was der Krake zu bieten hat.

Zum Test springen wir aufs Schlachtfeld von Battlefield Bad Company 2. Hier kann das Kraken 7.1 zeigen was es drauf hat. BFBC2 bietet eigentlich alle Soundfacetten, starke Bässe, klare tiefe und hohe Töne, leise schleichende und schnell rennende Gegner und natürlich alle Soundrichtungen.

Der Sound den das Kraken 7.1 abliefert ist Top. Man kann beinahe jedes Geräusch selektieren. Egal von wo geschossen oder gerufen wurde, wir konnten genau bestimmen woher das Geräusch kam, meist noch bevor man auf dem Bildschirm die Trefferrichtung angezeigt bekommen hat. Schleichende Gegner waren kein Problem, mit etwas genauerem Hinhören konnte man sogar annährend bestimmen ob der Gegner über oder unter einem war. Sehr nützlich wenn man sich durch ein Gebäude durchkämpft.

Die „Camper“, oh sorry die „taktisch Wartenden“ 😀 werden dieses Gamingheadset leiben.

Wir konnten sogar mit Leichtigkeit bestimmen, ob unser Gegner gerade am Nachladen war, auf eine geschätzte Ingame-Entfernung von ca. 15 Meter. Ein guter taktischer Vorteil, wenn man weis dass der Widersacher gerade nachlädt.

 

max-2 Am interessantesten finde ich es zu sehen welche Performance ein Headset im hitzigen Gefecht liefert. Wenn es leise ist kann man die Umgebungsgeräusche, selbst mit einem Stereo-Headset, schon recht gut wahrnehmen. Interessant wird es wenn es um einen herum knallt und explodiert, die Kollegen im TS gleichzeitig Ihre Ansagen machen und man immer noch hören muss was um einen herum passiert.

 

Razers Kraken 7.1 bringt hier absolut gute Leistung und verleiht dem Träger ein wirklich umfassendes Gefühl für das Spieltrain. Selbst wenn die Umgebung um einen herum fast schon vor Geräuschen platzt, kann man immer noch recht gut selektieren was für einen wichtig ist.

Fazit:

testurteil-kraken-7-1Das Kraken 7.1 bietet eine erstaunliche Gamingperformance. Es gibt wohl kaum ein 7.1 Headset, dass zu diesem Preis eine derartige Leistung bietet.

Der 7.1 Sound ist klar, deutlich und mit starken Bässen untermauert. Man kann beinahe jedes noch so kleine Geräusch wahrnehmen und bestimmen woher es kommt. Sogar in besonders hitzigen Gefechten und Kampfgetümmel, verliert man kaum die Geräuschübersicht.

Die Stimme wird glasklar übertragen, das konnten wir mit einer Teamspeak-Aufzeichnung testen und es haben uns auch unsere Mitstreiter im TS bestätigt. Kein Rauschen, keine Abbrüche und keine Verzerrung waren feststellbar. Einziges Manko am Mikrofon ist der Mute-Schalter. Er ist etwas ungünstig angebracht und kann den einen oder anderen Teamspeak-Kollgen nerven, vor allem wenn man einige Sekunden am Mikro rumfummelt bevor es gemutet wird. Die Anbringung wäre am Headsetgehäuse, oder am Kabel, etwas besser gewesen. Wünschenswert wäre hier auch, die getrennte Steuerung des Game- und Voice Sounds, direkt am Gerät.

Das sind aber nur Kleinigkeiten und sollen nicht die echt gute Performance des Kraken 7.1 überschatten. Auch wenn es wegen der Steuerung des Mikros einen Punkt einbüßn musste, so trennt auch nur dieser eine Punkt Razers neues Gaming-Headset von der Topbewertung.