Xi3 Piston – Steam Box mit AMDs Trinity?

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© Xi3

Eine kleine Box, vollgestopft mit PC-Technik und großzügig mit Anschlüssen versehen – das ist Piston, eine kleine von Valve auf der CES 2013 in Las Vegas vorgestellte Konsole auf der Steam im „Big Picture“-Modus laufen soll.

Der Hersteller Xi3, von Valve jüngst mit einer Finanzspritze gesegnet, entwickelt extrem kleine Computer in Würfelform. Das Modell X7A soll nun unter dem Namen „Piston“ in Zusammenarbeit mit Steam auf den Markt kommen und könnte unter Umständen die vielzitierte Steambox sein.

Interessant: Die Hardware im Inneren des Piston soll flexibel austauschbar sein – ein neuer Prozessor, mehr Speicher, eine größre SSD sollen im Gegensatz zu anderen aktuellen Konsolen kein Wunschtraum bleiben. Dabei geht es aber extrem eng im Gehäuse zu, zum Wechseln der Komponenten lässt sich Piston daher fast komplett demontieren.

Die aktuell in Las Vegas präsentierte Version verfügt über einen Prozessor aus dem Hause AMD, die Spezifikationen deuten auf einen Trinity-Quadcore mit maximal 3,2 Gigahertz Takt und einer integrierten HD7660-GPU hin. Der Grafikkern verfügt über 384 Shadereinheiten, besitzt aber keinen eigenen Speicher. Entsprechend interessant wäre die Information gewesen, welche Speichergeschwindigkeit der Hersteller für die 4 bis 8 Gigabyte DDR3-RAM vorsieht – je flotter, desto mehr FPS zaubert Trinity auf den Bildschirm. Der Massenspeicher im Piston setzt ausschließlich auf SSDs und ist zwischen 64 und 1024 Gigabyte groß, wobei die 1TB-SSD sicherlich eine luxuriöse Aufrüstoption bleiben wird.

Als mögliche Betriebssysteme nennt der Hersteller Windows 8, Linux und Unix. Die Geräte sollen auf Steams Big Picture genannten TV-Modus optimiert worden sein. Großzügig zeigt sich der Hersteller bei der Schnittstellenwahl: Vier USB 2.0 Ports und die gleiche Menge an USB 3.0 finden sich ebenso wie HDMI und zweimal mini-Displayport und ein Netzwerkanschluss, einmal eSATAp sowie Audioanschlüsse.

Der CPU-Kühler im Inneren wirkt massiv und wird von einem kleinen aktiven Lüfter unterstützt – keine wirklich vertrauenserweckende Kühllösung für einen Hitzkopf wie AMDs Piledriver-Architektur. Beim Aufrüsten werden daher CPUs mit einer höheren TDP als 65 Watt mit großr Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen sein. Ãœber die Lautstärke des Lüfters war bislang noch nichts zu hören, angesichts der zu erwartenden Abwärme wird der Lüfter aber durchaus flott drehen müssen um die CPU ausreichend kühl zu halten – was schnell zu hoher Lautstärke wird. Dazu kommt der Preis auf der Seite von Xi3 – bis zu 1000 Euro berechnet der Hersteller für ein Modell des X7A-Serie – ohne die 1TB-SSD selbstverständlich. Im Gegenzug gibt es einen extrem schmalen aber eben auch nicht unbedingt spieletauglichen Mini-PC.