Zocker-PC so günstig wie noch nie – für 450 Euro zum Gamer PC

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Zocken am PC ist ein teures Hobby, Computer kosten viel Geld und wenn damit gezockt werden soll wird’s sogar unerschwinglich? Vorurteile, die so schon seit einiger Zeit nicht mehr gelten. Wir treten den Beweis an: Wer nicht unbedingt die neuesten und stärksten Komponenten benötigt, bekommt schon für 450 Euro einen vollwertigen Gaming-PC, der auch aktuelle Spiele in hohen Details flüssig wiedergibt.

Um unser Preisziel von maximal 450 Euro zu erreichen, durften wir allerdings nicht überall zu brandaktuellen Bauteilen greifen. Und ein wenig geschickt mit dem Schraubendreher sollte der Sparfuchs unter den Zockern auch sein. Der Zusammenbau eines Computers ist aber erst recht keine Hexerei wie zahlreiche Tutorial-Videos im Netz beweisen.

Bei aktuellen PC-Spielen gilt noch immer die Regel, dass Grafikpower wichtiger ist als CPU-Power. Zwar mögen topaktuelle Prozessoren aus Intels Ivy-Bridge-Serie schnelle Grafikbeschleuniger noch etwas besser ausreizen – für flüssige Frameraten auch bei Spielen wie dem neuen XCOM oder Battlefield 3 tut es aber auch ein Phenom II X4 von AMD.

CPU / Prozessor

Wir haben uns daher für einen Phenom II X4 965 BE entschieden – dieser Prozessor ist mit 3,4 Gigahertz getaktet und bringt teilweise sogar mehr Leistung als die Nachfolgemodelle der Bulldozer- und Piledriver-Serie. Mit Intels i5-3550 kann der AMD zwar nicht mithalten, für flüssige Wiederholraten bei allen aktuellen Spielen reicht es aber dennoch. Dafür kostet die CPU aber auch nur 80 Euro und damit gut 100 Euro weniger als das schnellere Intel-Modell. Um Geld zu sparen, nutzen wir den der CPU beiliegenden Kühler – wer es gerne etwas leiser hätte, sollte 15-20 Euro in einen separaten Kühler wie beispielsweise den zum Schnäppchenpreis von unter 20 Euro angebotenen Scythe Mine 2, investieren.

Mainboard

Die CPU wird auf ein Mainboard von ASRock gesteckt, hier nutzen wir das nur 50 Euro preiswerte Modell 880GM-LE – diese Platine eignet sich dank des AMD 880G-Chipsatzes auch für AMDs FX-CPUs und damit für Aufrüster. Auf SATA 6G muss hingegen verzichtet werden – da wir keine SSD einsetzen ist das allerdings kein Verlust. Wer hier lieber in die Zukunft schaut, sollte 30 Euro zusätzlich investieren. Praktisch hingegen ist die Onboard-Grafikeinheit HD 4250: Die GPU eignet sich zwar nicht für Spiele, sollte der Rechner später aber einmal als Office-PC sein Gnadenbrot bekommen, wird keine energiehungrige Grafikkarte mehr benötigt.

RAM / Arbeitsspeicher

Beim Arbeitsspeicher setzen wir auf 4 Gigabyte DDR3-RAM PC1333. Wer mag kann auch gerne weitere 15 Euro für ein zweites Modul ausgeben, viel günstiger wird RAM auch in Zukunft nicht mehr. Mehr als zwei Speichermodule fasst das Board allerdings nicht. Als Festspeicher nutzen wir eine SATA-Festplatte von Hitachi mit 500 Gigabyte Kapazität – für 46 Euro durchaus ein nettes Stück Hardware. Als Weihnachtswunsch kann sich der Schnäppchen-PC dann noch eine SSD wünschen – 64 Gigabyte gibt es schon für 50 Euro, wir wollen aber sparen und verzichten auf den Daten-Turbo.

Netzteil / Gehäuse / Laufwerke

Auch wenn in Zeiten von Steam und co ein DVD-Laufwerk fast schon veraltet wirkt – der Vollständigkeit halber verbauen wir dennoch eines, die Investition von 16 Euro kann nicht schaden. Beim Gehäuse geht’s wieder preiswert zu, mit nur 20,49 Euro ist das Cooltek X1 eines der günstigten PC-Gehäuse und bietet entsprechend wenig Luxus. Unsere Hardware beheimatet das Case dennoch zufriedenstellend und zuverlässig. Beim Energiespender hingegen sparen wir nur bedingt und nutzen nicht das günstigste China-Netzteil. Zum Einsatz kommt ein bequiet Pure Power L7 mit 350 Watt. Den Skeptikern sei angemerkt: Ja, 350 Watt reichen vollkommen aus und würden sogar deutlich kräftigere PCs zuverlässig mit Energie versorgen können.

Grafikkarte

Die wichtigste Komponente unseres 450-Euro-Rechners haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben: Die Grafikkarte stammt von XFX und nutzt AMDs aktuellen DX11-Chip Radeon HD 7850. Zwar kommt auf der Karte nur 1Gigabyte GDDR5-RAM zum Einsatz, für die gängige Auflösung 1920 x 1080 Pixel reicht das aber vollkommen aus und ein Unterschied zum teureren 2-GB-Modell ist nur selten feststellbar. Besonders verlockend: Bei Mindfactory.de liegt der Karte ein Key zum Download des am 29. November erscheinenden Spieles Far Cry 3 sowie ein 20-Prozent-Rabatt für Medal of Honor: Warfighter bei!

Betriebssystem

Fehlt nur noch ein Betriebssystem: Solltest du noch ein älteres Windows XP oder Vista herumliegen haben, kannst du bei Microsoft bis Januar für nur 29,99 Euro ein Upgrade auf Windows 8 ordern. Dieses lässt sich als bootfähige Datei herunterladen und auf USB-Sticks oder DVDs speichern um dann auch ohne ein zuvor installiertes Betriebssystem auf den neuen PC gespielt werden zu können. Dank dieses Angebotes kommen wir inklusive modernem Betriebssystem auf einen Preis von nur 450 Euro für den gesamten Rechner – 420 Euro ohne Betriebssystem, solltest du bereits im Besitz eines modernen Betriebssystems wie Windows 7 sein.

Günstiger geht’s kaum noch!